Unsere Ansätze

Paunima Productions

Unsere Ansätze

Individuell orientierte Arbeit

Wir setzen uns mit jeder Gruppe, die wir neu für eine Zusammenarbeit übernehmen, individuell und direkt auseinander. Dabei ist uns der direkte menschliche Kontakt mit allen Beteiligten sehr wichtig. Hierbei gehen wir davon aus, daß jeder Teilnehmer ein einmaliges Individuum ist, das eine in jeder Hinsicht angemessene Behandlung und künstlerisch-menschliche Begleitung und Bildung braucht.

 

»Jugendstücke« oder Weltliteratur?

Es ist uns ganz besonders bei jungen Menschen ein Anliegen, mit ihnen nicht Theaterstücke einzustudieren, die als sogenannte »Jugendstücke« gehandelt werden und bei denen es sich um angebliche »Jugendthemen« wie beispielsweise Alkohol, Drogen, Parties, Massenmedien und dergleichen handelt. Wir vertreten die Ansicht, daß junge Menschen mit diesen Themen im Alltag bereits derart oft konfrontiert werden, daß sie diese nicht noch in einer tiefschürfenden Theaterarbeit verinnerlichen müssen, zumal wir überzeugt sind, daß die obengenannten Themen ohnehin nicht per se als Jugendthemen geeignet sind. Selbstverständlich sind sie im Bedarfsfall Teil unserer Arbeit und unseres Austauschs mit jungen Menschen. Wir sehen es aber als wichtiger und richtiger an, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Neuland zu betreten, das heißt, mit Theater- und Musikstücken der Weltliteratur in Berührung zu kommen. Solch eine Berührung ist im Kontext der Pflichtschulzeit als direkte künstlerische Projektarbeit für Jugendliche nicht vorgesehen, stellt aber einen fundamentalen Baustein in der Bildung und Persönlichkeitsentwicklung jedes Menschen dar.

 

Wo wir arbeiten

Wir ziehen es vor, mit Jugendlichen außerhalb der Institution Schule zu arbeiten. Wir legen hierbei großen Wert darauf, daß die schulischen und privaten Verpflichtungen nicht vernachlässigt oder verletzt werden, und begleiten die Jugendlichen dabei, auf dem Weg zwischen Schule, Privatleben und Projektarbeit nicht die Orientierung zu verlieren. Durch unsere Arbeit möchten wir jedem Beteiligten Impulse geben, wie er allen diesen Verpflichtungen mit größerer Sicherheit und mit innerer und äußerer Ruhe nachkommen kann.

 

Eine eigene Aufgabe für jeden Beteiligten

Zu Beginn unserer Arbeit lernen wir alle Beteiligten eingehend kennen, um ihnen im weiteren Arbeitsverlauf ihre entsprechende Aufgabe zuweisen zu können. Diese Zuweisung geschieht immer unter Berücksichtigung der gesamten Gruppe als sozialem Organismus und in konstantem Dialog mit jedem Einzelnen. Insbesondere bei jungen Menschen ist uns dieser Ansatz besonders wichtig.

 

Die Beteiligten einer Theater- oder Musikproduktion werden nach ihren Eigenheiten, Begabungen, Talenten und Möglichkeiten gefördert und gefordert. Gerade bei Jugendlichen stellen wir uns auf den Standpunkt, ihnen mit unserer Arbeit eine Umgangsweise vorzuleben und beizubringen, die an die scheinbaren Grenzen des Möglichen geht. Oft sieht das, was dabei entsteht, auf den ersten Blick nach einer Überforderung aus. Im Arbeitsprozeß zeigt sich jedoch, daß gerade das (scheinbare Über-)Fordern eben jene Fähigkeiten und Bereiche jeder Persönlichkeit berührt, die für gewöhnlich im Alltag nicht zum Vorschein kommt.

 

Künstlerische Arbeit als menschliche, psychologische und professionelle Begleitung für junge Menschen

Insofern sehen wir unsere Arbeit, insbesondere im Theaterbereich, als eine Arbeit an, welche die Menschen auf einem Teil ihres biographischen Weges in besonderer Weise begleitet. Diese Begleitung findet durch die Begegnung mit professionellen Kunstschaffenden aller Sparten statt, seien dies Schauspieler, Musiker, Tänzer, Choreographen, Bühnenbildner, Beleuchter, Kostümbildner, Techniker oder was immer. Die Professionalität unserer Arbeit garantiert, daß die Bedürfnisse der Menschen, mit denen wir arbeiten, erkannt werden und daß sie genau in den Punkten ihrer Persönlichkeit gefördert und gefordert werden können, wo sie es brauchen.

 

Peter Brook und Sir Ken Robinson

Als »Leitbild« für unsere Arbeit möchten wir stellvertretend den Regisseur Peter Brook nennen und das, was er in seinen Schriften »Der leere Raum« (The Empty Space) und »Das offene Geheimnis« (The Open Door) über Theaterarbeit gesagt hat. – Wegweisend sind für uns auch die Ansätze des Erziehungs- und Kreativitätsforschers Sir Ken Robinson (siehe unseren Text zum »Kaukasischen Kreidekreis«: https://docs.google.com/viewerng/viewer?url=http://paunima-productions.com/onewebmedia/Texte_zu_Inszenierungen/2011_Der_kaukasische_Kreidekreis.pdf).

 

Unsere Arbeit als Perspektive

Mehrere Mitglieder unseres Kernteams stammen aus den Reihen unserer ehemaligen Schüler, allen voran unser Beleuchter und technischer Leiter Dominic Dill. Auch unter den Mitwirkenden, die in unseren vergangenen Produktionen mitgewirkt haben, sind zahlreiche ehemalige Schüler dabei. Dies ist einer der schönsten Gewinne unserer Arbeit.

 

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